TW_Qualität

Fernwasserbezug

Wasser aus Hahn Um seine Kunden stets mit frischem Trinkwasser versorgen zu können, bezieht der WWL Trinkwasser von Vorlieferanten.
Vorlieferanten sind
  • die Braunschweiger Versorgungs AG mit 800.000 Kubikmeter pro Jahr,
  • die Stadtwerke Wolfsburg mit 400.000 Kubikmeter und
  • der Wasserverband Elm mit 400.000 Kubikmeter.
Die größte Menge liefern die Harzwasserwerke mit 2 Millionen Kubikmetern pro Jahr. Sie gehören zu den 10 größten Wasserversorgern Deutschlands und versorgen seit mehr als 75 Jahren weite Teile Niedersachsens und Bremens.
Neben der Trinkwasserversorgung sind der Hochwasserschutz, die Niedrigwasser-Aufhöhung sowie die Betreuung der Harzer Wasserregale zentrale Aufgaben der Harzwasserwerke. Weitere Informationen zur Arbeit der Harzwasserwerke und deren Engagement erhalten Sie

Oberharzer Wasserregal

Das Oberharzer Wasserregal wurde im August 2010 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Nähere Informationen sowie Angebote für Erlebnisführungen und Veranstaltungen rund um die Oberharzer Wasserwirtschaft finden Sie auf den Internetseiten von Dipl.-Forstwirt Christian Barsch.

UNSER WASSER  
Interview zum Weltwassertag 2015

Mit dem Internationalen Weltwassertag am 22. März wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein der Menschen für die Ressource Nr. 1 schärfen, denn Wasser ist die Basis aller Lebensformen.


Der ehemalige WWL-Geschäftsführer Lutz Tietz rechnet vor, dass von den Wasserressourcen in Deutschland lediglich 2-3% für die Versorgung mit Trinkwasser gefördert werden, so wasserreich ist unser Land. Dort, wo Grund- und Oberflächenwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt werden, wurden vielerorts Trinkwasserschutzgebiete eingerichtet, die nur eingeschränkt und unter strengen Auflagen bewirtschaftet werden dürfen.

Im Verbandsgebiet des Wasserverbandes Weddel-Lehre existiert lediglich ein Trinkwasserschutzgebiet. Warum ist das so Herr Tietz? 

Lutz Tietz: „Der WWL liefert hauptsächlich Oberflächenwasser aus dem Harz an die regionalen Haushalte. Das Wasser der Harzwasserwerke wird in den Talsperren im Harz aufgefangen, aufbereitet und kommt über Fernleitungen zu uns. Die Harzwasserwerke beliefern den WWL mit durchschnittlich 250m³  Wasser pro Stunde. In deutlich kleineren Mengen liefern wir auch Grundwasser aus der Region, ein Mischwasser aus Talsperrenwasser und Grundwasser aus dem Raum Wolfenbüttel sowie Grundwasser aus unserem eigenen Wasserwerk in Groß Brunsrode. Dort befindet sich unser Trinkwasserschutzgebiet.“

Herr Droste, die Harzwasserwerke GmbH mit Sitz in Hildesheim ist der größte Wasserversorger in Niedersachsen und gehört zu den zehn größten Wasserversorgern in Deutschland. Sie liefern jedes Jahr rund 90 Millionen Kubikmeter Wasser an ihre Kunden. Wie gut ist das Wasser aus dem Harz? 

Renke Droste: „Als eines der niederschlagreichsten Gebiete in Deutschland verfügt der Harz über großen Wasserreichtum. Ein entscheidender Vorteil dieser Region ist die kaum vorhandene Landwirtschaft, deren Bewirtschaftungseinflüsse in vielen anderen Gebieten in Niedersachsen zu teils erheblichen Grundwasserbelastungen z.B. mit Nitrat oder den Rückständen von Pflanzenbehandlungsmitteln führen. Davon sind auch Einzugsgebiete unserer Grundwasserwerke, nicht jedoch die Oberflächengewässer im Harz betroffen.

Das hochwertige, von Natur aus weiche Oberflächenwasser speichern wir in unseren Talsperren und versorgen mit ihm nach der Aufbereitung weite Teile Niedersachsens über ein rund 520 km langes Leitungssystem.

Damit die Wasserqualität sowohl heute als auch in Zukunft den hohen Standards entspricht, existieren neben zahlreichen weiträumigen Wasserschutzgebieten weitere lokale Gewässerschutz-Kooperationen, die wir mit unseren entsprechenden Partnern, insbesondere der Forstwirtschaft, als ergänzendes Element ins Leben gerufen haben. Mit ihnen möchten wir den Trinkwasserschutz noch weiter vorantreiben und ihn stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankern.

Wir verstehen nachhaltigen Gewässer- und Naturschutz nicht nur als Tagesgeschäft, sondern als wichtige Verpflichtung gegenüber kommenden Generationen."

Wie geht es weiter, wenn das Wasser hier in der Region ankommt?

Tietz: „Das Wasser aus dem Harz wird in den Wasserspeichern der Region aufgefangen und durch Zufluss frischen Wassers ständig ausgetauscht. Es verbleibt maximal 2 Tage in den zwischenspeichernden Hochbehältern. Seine Qualität wird regelmäßig durch akkreditierte Labore überprüft.


Kein anderes Lebensmittel wird derart streng überwacht. Gesetzliche Grundlage hierfür ist die sog. Trinkwasserverordnung. Bei Hinweisen auf Störstoffe im Wasser ist der WWL verpflichtet, weitergehende Untersuchungen zu beauftragen. All dies in enger Kooperation mit den verantwortlichen Gesundheitsämtern.“

Ein Gespräch mit Lutz Tietz, Geschäftsführer des Wasserverbandes Weddel-Lehre, und Renke Droste, Geschäftsführer der Harzwasserwerke GmbH mit Sitz in Hildesheim.