Wasserverband Weddel-Lehre
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38162 Cremlingen
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Gesetzlicher Rahmen

Laut § 18 der Allgemeinen Entsorgungsbedingungen des WWL (PDF 223 KB) ist der Benutzer des angeschlossenen oder anzuschließenden Grundstücks verpflichtet, alle Auskünfte, die zur Errechnung der Entgelte erforderlich sind, zu erteilen. Auf dieser Grundlage werden die privaten versiegelten Flächen durch Selbstauskunft ermittelt. Da der Grundstückseigentümer zur Beseitigung des Niederschlagswassers verpflichtet ist, haftet er auch, wenn das Niederschlagswasser seines Grundstücks andere schädigt. Ist das Grundstück ordnungsgemäß an die Niederschlagswasser-Kanalisation angeschlossen, hat der Eigentümer seine Beseitigungspflicht in der Regel erfüllt.

Versickert der Niederschlag auf dem eigenen Grundstück, bleibt der Eigentümer verantwortlich. Aus diesem Grund sollten die technischen Regeln bei Planung, Bau und Betrieb von Versickerungsanlagen unbedingt eingehalten werden.
Ist der Boden nicht versickerungsfähig, sollte ganz auf eine Versickerung verzichtet werden. Eine erste Einschätzung vermittelt der selbst durchführbare Bodentest.
Einleiten in ein öffentliches Gewässer
  • Alle Gräben, die nicht speziell für die Niederschlagswasserentsorgung (z.B. eines Baugebietes) angelegt wurden und die mehrere Grundstücke entwässern, sind öffentliche Gewässer. Eine Erlaubnis zur Einleitung muss nicht eingeholt werden. Ein Entgelt wird nicht erhoben.
  • Gräben oder Regenrückhaltebecken, die anstelle einer Kanalisation angelegt wurden, sind Bestandteil der Regenwasserkanalisation und keine öffentlichen Gewässer im Sinne des NWG. Für die Einleitung muss ein Entgelt gezahlt werden.

Einleiten ins Grundwasser

  • Das Einleiten über Brunnen oder Sickerschächte, bei denen der Grundwasserabstand nicht eingehalten wird, ist genehmigungspflichtig, weil die reinigende Bodenschicht fehlt. Zuständig hierfür ist die Untere Wasserbehörde beim zuständigen Landkreis.
  • Um haftungsrechtliche Ansprüche zu vermeiden, sollte in jedem Fall vor der Anlage eines Schachtes die Zustimmung der Wasserbehörde eingeholt werden.

Aufhebung eines Anschlusses

  • Die Verbindung zur Kanalisation muss dauerhaft unterbrochen sein. Dies kann durch einen eingebrachten speziellen Stopfen geschehen oder durch Heraustrennen eines längeren Stückes der Zuleitung auf dem Grundstück.
  • Der Verbleib des Niederschlagswassers muss an Hand der Bodenbeschaffenheit, verfügbarer Fläche und Versickerungsart nachgewiesen werden.
  • In jedem Fall wird der Verschluss vom WWL überprüft und abgenommen.

Veränderung der versiegelten Flächen
  • Sollten sich Flächen oder die Art ihrer Entsorgung ändern, ist dies dem WWL formlos mitzuteilen. Zur Ermittlung kann der Berechnungsbogen verwendet werden.
  • Bei Unklarheiten wird die geänderte Situation vom WWL begutachtet.

Zuständige Behörden

Einleiten ins Grundwasser
Das Einleiten über Brunnen oder Sickerschächte ist grundsätzlich die Untere Wasserbehörde beim zuständigen Landkreis (Wolfenbüttel bzw. Helmstedt) zu Rate zu ziehen. Ob eine Anlage genehmigungspflichtig ist, hängt ab
  • vom Grundwasserstand
  • der Bodenbeschaffenheit und
  • davon, ob es sich um ein Wassereinzugsgebiet handelt.
Um haftungsrechtliche Ansprüche zu vermeiden, sollte in jedem Fall vor der Anlage eines Schachtes die Zustimmung der Wasserbehörde eingeholt werden.

Für den Landkreis Helmstedt:
    • Umweltamt
      Charlotte-von-Veltheim-Weg 5
      38350 Helmstedt
      Telefon 05351 / 1 21-25 17
Für den Landkreis Wolfenbüttel: