Sabrina Brendel Verbrauchsabrechnung und Kundenservice
Tristan Rietz
Verbrauchsabrechnung und Kundenservice

Interview mit Sabrina Brendel und Tristan Rietz,
Mitarbeiter im Bereich
Kundenservice / Verbrauchsabrechnung

Herr Rietz, Frau Brendel, mit welchen Anliegen wenden sich die Kunden an den Wasserverband?
Brendel: In erster Linie geht es um Fragen zur Abrechnung, Bank- und Abschlagsänderungen, Ummeldungen bei Adress- oder Namensänderungen, Fragen zum Gartenzähler. Ansprechpartner bei Haus-Neubauten sind unsere Kolleginnen Frau Machon und Frau Schirmer.

Welches ist das wichtigste Thema?
Rietz: Der Gartenzähler. Diese müssen alle 6 Jahre gewechselt werden. Oft verwechseln die Kunden die Liter und Kubikmeter-Angaben, da die Gartenzähler auch Stellen nach dem Komma ausweisen. Hauptwasserzähler haben keine Kommastellen. Prinzipiell kann man sagen, dass die roten Zahlen nicht beachtet werden sollen beim Ablesen.
Brendel: Unser System findet grobe Fehler aufgrund einer Plausibilitätskontrolle. Sie müssen sich vorstellen, ein Kubikmeter sind 1000 Liter, eine Menge, die mit dem Inhalt von 1000 Milchtüten vergleichbar ist. Das ist dann schon ein Unterschied, ob man eine Milchtüte oder 1000 bei uns abrechnet…

Wie zufrieden sind Ihre Kunden?
Brendel:
Viele Kunden sind sehr zufrieden, sie loben die Schnelligkeit im Service und in der Auskunft. Dass sie gebündelte Informationen an einer Stelle bekommen.
Rietz: Auch der Wasserverband kann mal Fehler machen, z. B. in der Abrechnung. Dann melden sich die Kunden bei uns. Oder der Kunde liest seinen Zählerstand falsch ab und muss Geld nachzahlen. Wir versuchen stets, Fehler rasch aufzuklären und uns mit den Kunden zu einigen. Wir können auch mal eine Ratenzahlung anbieten, wenn eine Nachzahlung nicht sofort geleistet werden kann.

Nutzen Sie die modernen Medien im Kundenkontakt?
Brendel:
Es gibt Kunden, die zahlen noch in bar oder kommen vorbei, um etwas persönlich zu besprechen, z. B. Rechnungen. Aber die Fragen per Mail nehmen zu. Viele schicken ihre Zählerstände per E-Mail. Außerdem haben wir inzwischen ein Kundenportal. Da kann der Kunde seine Zählerstände dann direkt eingeben.

Arbeiten Sie gerne beim WWL?
Rietz:
Ja, ich habe mich hier sehr weiterentwickelt, mein Selbstbewusstsein ist gewachsen und ich bin reifer geworden. Ich arbeite sehr gerne mit den Kunden.
Brendel: Mir macht es auch viel Spaß, die Inhalte bleiben ähnlich, aber die Kunden sind so verschieden. Jeder hat sein besonderes Anliegen und dadurch ist der Job sehr abwechslungsreich. Ich arbeite sehr gerne mit Herrn Rietz zusammen. Wir sind ein gutes Team. Auch mit den Technikern ist es ein gutes Arbeiten. Wir bekommen schnell Antworten und das ist im Interesse unserer Kunden, denn nur so können die Vorgänge rasch weiterbearbeitet werden.
Rietz: Ja, wir wollen die bestmögliche Versorgung der Kunden – egal in welchem Bereich. Das geht nur, wenn alle gut zusammenarbeiten. Zudem lernt man ja auch selbst nie aus. Es gibt neue Computerprogramme und Weiterbildungen. Der Wasserverband fördert seine Mitarbeiter.

Was bedeutet Wasser für Sie ganz persönlich?
Brendel:
Wasser ist lebensnotwendig, zum Duschen und v.a. Kochen. Aber nichts geht über eine warme Badewanne im Winter…
Rietz: Freunde fragten mich während der Ausbildung über alles mögliche aus, z.B. über die Funktion von Kläranlagen. Viele denken, verschmutztes Wasser wird einfach entsorgt, wie Müll auf einer Deponie. Dabei wird es aufbereitet und wieder in den Naturkreislauf zurück gegeben. Daher haben wir in Deutschland auch keine Wasserknappheit. In den Nachrichten sieht man ja oft, dass es Regionen mit Wassermangel gibt und UNICEF ruft zu Spenden auf. Zum Glück haben wir diese Probleme nicht.

Leben Sie schon immer hier in der Region?
Brendel:
Ja, wir kommen beide aus der Gemeinde Lehre. Wir haben die Anzeige für die Ausbildung als Bürokauffrau/-kaufmann beim Wasserverband im Lehrscher Boten entdeckt. Ich im Jahr 2005 und Herr Rietz 2007.
Rietz: Na, genau genommen war nicht ich es, sondern meine Mutter. Sie sagte: „Schau mal Tristan, hier kannst Du Dich bewerben“.
Brendel: Ja genau, bei mir auch: Mein Vater hat mich auf die Anzeige aufmerksam gemacht. Für mich war klar: Es muss ein Büroberuf sein. Und ich dachte: Wasser ist eine sichere Branche. Wasser wird es immer geben. Auf jeden Fall wollte ich aber in der Region bleiben! Als ich dann die Zusage vom WWL zum dritten Mal durchgelesen und es endlich geglaubt habe, da war ich richtig glücklich!

…auch mal Fernweh?
Brendel:
Reisen ja, aber ich möchte nicht in die Großstadt. Ich bleibe in jedem Fall hier, es ist ländlich und dennoch bestehen gute Anbindungen nach Braunschweig und Wolfsburg
Rietz: Kürzlich war ich in Berlin. Das war toll, aber man konnte nicht in die Ferne gucken. Ich fühle mich sehr verbunden mit meiner Heimat.